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Suchmaschinen-Optimierung Schritt für Schritt: Praxis-Tipps (nicht nur) für Einsteiger

Suchmaschinenoptimierung - wertlose und gefährliche "Links":
Worauf Sie bei eingehenden Links achten sollten:

Links haben zwei Aufgaben: Erstens sind sie im Browser anklickbare Verweise, mit denen die Besucher einer Seite eine andere Seite aufrufen können. Zweitens sind sie für Suchmaschinen Maßstab für die Bewertung der verlinkten Zielseiten hinsichtlich Linkpopularität, Zuordnung zu Suchbegriffen und (bei Google) Pagerank. Klassische HTML-Links nach dem Muster <a href="http://www.ihre-domain.de"><b>Linktext</b></a> werden beiden Aufgaben gerecht.

Darüber hinaus gibt es, sowohl bedingt durch technische Neuerungen wie Content Management Systeme (CMS) und andere Programme zur automatisierten Webseiten-Erstellung als auch durch zielgerichtete Maßnahmen zur Entwertung, "Links", die nur die erste Aufgabe erfüllen: Besuchern im Browser die Aufrufe anderer Seiten zu ermöglichen. Für die Bewertung der verlinkten Zielseiten durch Suchmaschinen sind diese "Links" wertlos, also nicht suchmaschinen-tauglich, für die Suchmaschinenoptimierung nicht geeignet. Diese wertlosen 30%-Links verdienen es nicht, "Links" genannt zu werden, weshalb sie hier in Anführungszeichen gesetzt werden.

Betreiber von Webkatalogen, Branchen-Verzeichnissen und Regional-Portalen, die suchmaschinen-wertlose "Links" setzen, ohne auf diese Wertlosigkeit hinzuweisen, aber als Gegenleistung einen klassischen HTML-Link mit genauer Code-Vorgabe oder gar Bezahlung verlangen, sind Link-Betrüger.

Die folgende Aufstellung wertloser oder gar gefährlicher "Links" soll Ihnen helfen, ...
  • wenn Sie die auf Ihre Website eingehenden Links prüfen wollen.

  • wenn Sie beim weiteren Linkaufbau für Ihren Netzauftritt prüfen wollen, ob ein bestimmter ins Auge gefaßter Webkatalog, ein Branchen-Verzeichnis, ein Regional-Portal oder ein möglicher Linktausch-Partner suchmaschinen-tauglich verlinkt oder wertlose "Links" setzt (prüfen Sie in diesem Fall mindestens zwei der vorhandenen Links).

(1) wertlos: "Links" auf Seiten, die mit dem Eintrag nofollow ...

... im Meta-Element robots gekennzeichnet sind:
<meta name="robots" content="index, nofollow">
<meta name="robots" content="noindex, nofollow">


Suchmaschinen-robots folgen den "Links" auf so gekennzeichneten Seiten nicht.

(2) fast wertlos: "Links", die mit dem Attribut rel="nofollow" ...

... im a-Element gekennzeichnet sind:
<a href="http://www.ihre-domain.de/" rel="nofollow">Linktext</a>

Suchmaschinen-robots können so gekennzeichneten "Links" durchaus folgen (insofern täuscht die Formulierung des Parameters), und zumindest bei Google kann ein solcher "Link" auch zur Indexierung der verlinkten Seite führen. Im Hinblick auf Linkpopularität, Zuordnung zu Suchbegriffen und (bei Google) Pagerank der verlinkten Seite sind rel="nofollow"-Links jedoch wertlos.

Viele Webkataloge verwenden rel="nofollow"-Links. Die "Links" auf Wikipedia werden grundsätzlich mit dem Attribut rel="nofollow" entwertet.

(3) wertlos: "Links" in Dateien, die durch Einträge in der Datei robots.txt ...

... für Suchmaschinen-robots gesperrt sind:

Beispiel:
Der Link zu Ihrer Website http://www.ihre-domain.de/ befindet sich auf der Seite partner1.html, und diese Seite liegt im Verzeichnis partner. Der Linkgeber hat in seiner Datei robots.txt das gesamte Verzeichnis partner für Suchmaschinen-robots gesperrt:
User-agent: *
Disallow: /partner/


Suchmaschinen-robots erfassen die Seiten im Verzeichnis partner nicht.

(4) wertlos: "Links" in Dateien, die nicht im Datenbestand (Index) ...

... der Suchmaschinen gespeichert sind: Gründe können unter anderem sein:
  • Website wurde vollständig aus dem Index entfernt
  • Unterseite mit dem Link wurde aus dem Index entfernt
  • Unterseite wurde noch nicht in den Index aufgenommen
Beachten Sie, daß es auch Webkataloge gibt, die von Google aus dem Index entfernt wurden.

(5) wertlos: mit Javascript erstellte "Links":

Beispiele:
  • <script type="text/javascript">
      <!-- document.write("<a href='http://www.ihre-domain.de/'>
      Linktext</a>"); //-->
    </script>


  • <a href="javascript: show_news('pl_','20060429')">Linktext</a>
Suchmaschinen kennen kein Javascript und können die "Links" nicht erfassen.

(6) wertlos: "Links" in Flash-Objekten und Java-Applets:

Suchmaschinen kennen weder Flash-Objekte noch Java-Applets und können die darin enthaltenen "Links" nicht erfassen.

(7) wertlos: "Links" in Image-maps:

Suchmaschinen können "Links" in Image-maps nicht erfassen.

(8) wertlos: "Links" mit onclick-Attribut und Zählskript:

"Links" dieser Art sind besonders trügerisch, weil sie auf den ersten Blick wie klassische HTML-Textlinks aussehen. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: die URL im href-Attribut ist völlig belanglos: da kann http://www.ihre-domain.de oder Werner oder Hugo oder auch nur # drinstehen. Der Seitenaufruf erfolgt hier nicht über das href-Attribut, sondern (siehe Beispiel) über die Datei show_link.php und den Parameter 999.

Diese "Links" werden hauptsächlich von Katalog-Betreibern verwendet, und zwar mit der "Begründung", sie wollten die Aufrufe zählen und das Ergebnis anzeigen. Beispiel:
<a href="http://www.ihre-domain.de" onclick="this.href='./show_link.php?
link_id=999'" target="_blank">Linktext</a>


"Links" mit onclick-Attribut und Zählroutine sind bei Google völlig wertlos.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier: Links mit onclick-Attribut, Google und valides HTML.

(9) wertlos: "Links" über outbound-Dateien und Weiterleitung mit Statuscode 302:

Weiterleitungen über outbound-Dateien verwenden keine HTML-Links. Stattdessen wird hier entweder die Adresse als Parameter an ein Skript übergeben oder ein festgelegtes Zahlenkürzel (meist als id, lid, linkid, link_id oder ähnlich bezeichnet), anhand dessen die Adresse aus einer Datenbank ermittelt wird. Danach leitet das Skript an die übergebene oder ermittelte Adresse weiter, wobei meist eine wertlose "temporäre" Weiterleitung (Statuscode 302) verwendet wird, seltener eine nützliche "permanente" Weiterleitung (Statuscode 301).

Weiterleitungen werden meist eingesetzt von gewerblich tätigen Betreibern von Webkatalogen, Branchen-Verzeichnissen und Regional-Portalen, aber auch von Freizeit-Webmastern, die ihre Website mit einem Content Management System pflegen.

Beispiele:
  1. <a href="http://www.xyz.de/outbound.pl?http://www.ihre-domain.de/">Linktext</a>

  2. <a href="http://www.xyz.de/src/outbound.php?id=999">Linktext</a>

  3. <a href="http://www.xyz.de/cgi-bin/weiter.pl?seite=http://www.ihre-
    domain.de">Linktext</a>


  4. <a href="http://www.xyz.de/cgi-reise/jump.cgi?ID=15452">Linktext</a>

  5. <a href="http://www.xyz.de//reiselinks//action/gotolink.php?
    AML_linkid=5962">Linktext</a>


  6. <a href="http://www.xyz.de/index.php?
    option=com_weblinks&task=view&catid=73&id=12">Linktext</a>


  7. <a href="http://www.xyz.de/linktipps_go.php?url=http://www.ihre-
    domain.de">Linktext</a>


  8. <a href='/visit.php?id=22' target='_blank'>Linktext</a>

  9. <a href="http://www.xyz.de/modules.php?
    op=modload&name=Web_Links&file=index&l_op=visit&lid=23">Linktext</a>
Sofern über outbound-Dateien mit Statuscode 302 weitergeleitet wird, sind diese "Links" im Hinblick auf Suchmaschinen zumindest wertlos, unter bestimmten Umständen sogar gefährlich.

(10) Weiterleitung: Statuscode-Prüfung über HTTP-Header-Abfrage:

Wenn Sie prüfen wollen, ob es sich um eine nützliche "permanente" Weiterleitung (Statuscode 301) oder um eine wertlose "temporäre" Weiterleitung (Statuscode 302) handelt, führen Sie eine HTTP-Header-Abfrage durch.

Zunächst ermitteln Sie im Quellcode der Seite mit dem zu prüfenden Link die Link-URL, also etwa http://www.xyz.de/outbound.pl?http://www.ihre-domain.de/ aus dem obigen Beispiel 1.

Wenn, wie im Beispiel 8, die URL nur teilqualifiziert angegeben ist, müssen Sie den fehlenden Teil des Pfads noch ergänzen: Der Schrägstrich / vor visit.php?id=22 besagt, daß die Datei im Stammverzeichnis liegt: Sie müssen also noch Protokoll http://, Dienst www. und die Domain (im Beispiel ist das sintras.de) voranstellen. Die vollständige Link-URL wäre also http://www.sintras.de/visit.php?id=22 .

Die ermittelte oder von Ihnen zusammengesetzte vollständige Link-URL tragen Sie dann in das Eingabefeld der HTTP-Header-Abfrage ein.

Die HTTP-Header-Abfrage für die Adresse aus einem normalen HTML-Link wie <a href="http://www.ihre-domain.de"><b>Linktext</b></a> ergibt den Statuscode 200.

(11) gefährlich: Weiterleitungen, die den Statuscode 302 erzeugen: Hijacking-Gefahr:

Bei serverseitigen Weiterleitungen, die den Statuscode 302 erzeugen, besteht bei Google sogar Hijacking-Gefahr, wenn das Weiterleitungs-Skript nicht über die Datei robots.txt zumindest für Googlebot gesperrt wurde.

Prüfen Sie also, wenn möglich, die Datei robots.txt derjenigen Websites, die mit 302-Weiterleitungen arbeiten. Im Fall des obigen Beispiels 3 http://www.xyz.de/cgi-bin/weiter.pl?... müßte die Datei robots.txt im Stammverzeichnis von www.xyz.de alternativ folgende Anweisungen enthalten, damit das Weiterleitungs-Skript weiter.pl im Verzeichnis cgi-bin gesperrt ist:

Entweder (gesamtes Verzeichnis cgi-bin gesperrt):
User-agent: Googlebot
Disallow: /cgi-bin/

oder (nur Datei weiter.pl im Verzeichnis cgi-bin gesperrt):
User-agent: Googlebot
Disallow: /cgi-bin/weiter.pl

Ob Ihre Website von Hijacking betroffen ist, können Sie bei Google prüfen, indem Sie in die Suchzeile site:www.ihre-domain.de eintragen. Als Ergebnisse dürften nur Seiten Ihres Projektes angezeigt werden. Wenn hier Seiten der weiterleitenden Domain (im Beispielfall also www.xyz.de) ausgegeben werden, liegt Hijacking vor.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Hijacking (deutschsprachig deutsch ). Auch hier können Sie über eine HTTP-Header-Abfrage prüfen, ob es sich bei einem Link um eine "temporäre" Weiterleitung (Statuscode 302) handelt. Zusätzlich wird geprüft, ob das Weiterleitungs-Skript in der Datei robots.txt gesperrt wurde.

(12) gefährlich: "schlechte Nachbarschaft" / "bad neighbourhood":

Der Vollständigkeit halber, obwohl es mit der Technik der Verlinkung nichts zu tun: Google warnt davor, sich mit seiner Website in schlechte Nachbarschaft (bad neighbourhood) zu begeben ...

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