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Suchmaschinen-Optimierung Schritt für Schritt: Praxis-Tipps (nicht nur) für Einsteiger

Neue Website bei Webkatalogen und Webverzeichnissen anmelden:

Damit eine neue Domain in den Google-Index aufgenommen wird, muß Googlebot (der robot von Google) die neue Website erstmal finden und besuchen. Eingehende Links helfen Googlebot, auf die neue Website aufmerksam zu werden. Durch Anmelden in Webkataloge und Webverzeichnisse kommen Webmaster neuer Projekte schnell und einfach an eingehende Links. Welche Webkataloge sind hierfür geeignet, welche Kriterien gilt es zu berücksichtigen?

1. Sind die Webkataloge mit Domain, Kategorie- und Detailseiten im Google-Index?

Prüfen Sie bei Google mit der site:-Abfrage, ob die Domain sowie für Sie wichtige Kategorieseiten und (falls vorhanden) vergleichbare Detailseiten überhaupt bei Google erfaßt sind:
site:www.supertoller-webkatalog.de
site:www.supertoller-webkatalog.de/urlaub-und-reisen/
site:www.supertoller-webkatalog.de/urlaub-und-reisen/alaska/
...


Wenn das nicht der Fall ist, nützt Ihnen ein Link aus solchem Webkatalog nichts (Anmelden zwecklos).

Es kommt gelegentlich vor, daß Webkataloge wegen Verstoßes gegen die Google-Richtlinien aus dem Google-Index verbannt werden. Bekanntestes Beispiel ist der Webkatalog www.retort.de, der 2007 aus dem Index gelöscht und erst nach knapp 3 Jahren wieder aufgenommen wurde. (Allerdings setzt Retort rel="nofollow"-Links und ist schon deswegen nicht zu empfehlen).

Achten Sie darauf, für welche Produkte oder Dienstleistungen ein Webkatalog wirbt (VersVergleichs-"Dienste", pKV, P0rn0-Kram?), ob offensichtliche Werbung als normaler Katalogeintrag getarnt wird, ob in den Meta-tags von Kategorie- oder Detailseiten themenfremder spam steht. Mit diesen Punkten könnten sich Katalogbetreiber bei Google unbeliebt machen, und diejenigen, die sich in solche Webkataloge eingetragen haben, könnten in den Verdacht schlechter Nachbarschaft geraten.

2. Verwenden die Webkataloge suchmaschinen-freundliche HTML-Textlinks?

Prüfen Sie im Quelltext, ob der Webkatalog HTML-Textlinks nach dem Muster
<a href="http://www.ihre-domain.de/">Linktext</a>
verwendet.

"Links" mit den Attributen rel="nofollow" oder onclick="...", mit Javascript erstellte "Links" und temporäre Weiterleitungen über outbound-Dateien (Statuscode 302) sind wertlos (siehe Abschnitt wertlose und gefährliche "Links").

Wenn ein Webkatalog mehrere Links setzt (wie etwa der unten erwähnte Suche4all auf den Kategorie- und auf den Detailseiten), reicht es natürlich aus, wenn einer der Links technisch einwandfrei, also suchmaschinen-freundlich ist (bei Suche4all sind das die Links auf den Kategorieseiten).

Achten Sie auch darauf, daß Webkataloge je Seite keinesfalls mehr als insgesamt 100 Links setzen. Besser sind Kataloge, die sich je Seite auf 10 oder 20 ausgehende Links beschränken. Und es sollte neben dem Linktext keine zusätzliche Grafik im Link eingebunden sein.

3. Verwenden Webkataloge Texte aus Titel und Meta-tags der Website? DC-Gefahr!

Wenn ein Webkatalog Texte aus Titel und Meta-tags Ihrer Website ausliest und als Beschreibung verwendet, könnte Google möglicherweise duplicate content erkennen. Brechen Sie die Anmeldung in einem solchen Webverzeichnis ab.

Ein Webkatalog-Eintrag ist nur dann nützlich, wenn ein einzigartiger Beschreibungstext verwendet wird, der auf Ihrer Website nicht vorkommt. Ob der Katalog-Betreiber Ihnen ermöglicht, eine eigene Beschreibung einzugeben, oder ob er selbst einen Beschreibungstext verfaßt, ist egal, solange es ein Text ist, der auf Ihrer Website nicht vorkommt.

4. Sind Anmeldungen und Einträge in den Webkatalog kostenlos?

Wenn ein Webkatalog für Einträge bzw. Links Geld verlangt, könnte er bei Google in den Verdacht geraten, Linkverkauf zu betreiben, das widerspricht aber den Google-Richtlinien.

Meiden Sie am besten Einträge in kostenpflichtige Webkataloge. Dies gilt auch dann, wenn etwa ein "Standard-Eintrag" kostenlos ist, aber für einen "Premium-Eintrag" Geld verlangt wird. Tragen Sie sich am besten nur in Webkataloge ein, bei denen Anmeldungen und Einträge kostenlos sind.

5. Verlangen Webkataloge als "Gegenleistung" von Ihnen einen "Backlink"?

Gegenseitige ("reziproke") Verlinkung ist im Hinblick auf Google nur dann problemlos möglich, wenn sich beide Websites mit dem gleichen Thema befassen und die jeweils andere zu diesem Thema weiterführende Informationen bietet.

Die meisten Webkataloge bieten aber keine weiterführenden Informationen zu einem bestimmten Thema an, sondern sind eher oberflächliche Gemischtwarenläden. Meiden Sie daher Einträge in solche allgemeinen Webkataloge mit "Backlink"-Pflicht.

Sie sollten sich von Katalog-Betreibern hinsichtlich "Backlinks" kein schlechtes Gewissen einreden lassen, denn dazu gibt es keinen Grund: Webkataloge haben ja kaum eigene Inhalte, vielmehr stellt die Summe der Katalog-Einträge den "content" dar, neben dem der Betreiber Anzeigen platziert und dadurch Einnahmen erzielt. Ihre Leistung ist ja schon der von Ihnen zur Verfügung gestellte "content", und die Gegenleistung des Webkatalogs (Webverzeichnisses) ist der Link zu Ihrer Website.

6. Empfehlenswerte Webkataloge und Webverzeichnisse ...

... sind nach derzeitigem Stand (Januar 2011) zum Beispiel:
Grundsätzlich ist es schwierig, Webkataloge zu empfehlen, weil es etwa möglich wäre, daß ein Katalog-Betreiber seinen Webkatalog verkauft, und der neue Besitzer irgendetwas ändert. Sie sollten also in jedem Fall die Webkataloge zunächst prüfen, bevor Sie sich dort eintragen.

7. Webkatalog Open Directory Projekt (ODP):

Der weltweit bedeutendste Webkatalog ist immer noch das Open Directory Projekt (ODP), auch unter dem Namen DMOZ bekannt. Deutschsprachige Netzauftritte müssen dort grundsätzlich in einer Kategorie unterhalb von "World/Deutsch" angemeldet werden, wobei die Wahl der Kategorie entscheidend ist: wählen Sie auf jeden Fall die niedrigstmögliche Kategorie und halten Sie sich bei der Formulierung von Titel und Beschreibung Ihrer Website peinlich genau an die Richtlinien, um den Redakteuren ("Editoren") die Arbeit zu erleichtern. Eine Aufnahmegarantie besteht nicht.

Manche ODP-Kategorien sind schon jahrelang verwaist oder hatten noch nie einen Editor. Wenn Ihr Projekt dort nicht aufgenommen wird, grämen Sie sich nicht: Google wertet einen ODP-/DMOZ-Link inzwischen wie jeden anderen Link, die frühere Bevorzugung von Projekten, die im ODP eingetragen waren, ist entfallen.

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Stand: 16. 07. 2011 nach oben ©2010-2018 Gösta Thomas